Knollennasen mit drei Ecken
Mordillo hat mindestens einen Kumpel, der genauso gekonnt und erfolgreich knollige Nasen zeichnen kann wie er selbst: Jean-Jacques Loup. Aber Knollennase ist nicht gleich Knollennase und so gibt der studierte Architekt, Jazzmusiker und seit bald 40 Jahren auch, und inzwischen bekannter Cartoonist seinen Nasen noch so unglaublich viele Details zur Seite, dass man sich fragen könnte, ob man aus den Häusern, die er entwirft jemals wieder herausfindet. Will man Antwort auf diese Frage, greift man am besten zu den neuen Puzzles der Firma mit den Dreikantkartons, Heye. Die hat nämlich das breiteste Angebot an Puzzles mit Motiven von Jean-Jacques. Und die Antwort auf die Frage könnte dann heißen: Es dauert, aber es macht Spaß, viel Spaß. Und man kehrt gerne wieder dahin zurück, auch wenn das Puzzle längst fertig gelegt ist und seinen Platz an der Wand bekommen hat. Denn es gibt viel zu entdecken, in Ecken, in Winkeln, an Kanten und Rändern, überall wimmelt es von Finessen und Ideen, die komisch und eigenartig sind, manchmal die Augen vor lachen tränen lassen und zuweilen sogar skurril wirken. Aber als Jazzpianist weiß er auch zu komponieren und man kann das seinen Bildern nicht nur ansehen, sondern es auch richtig spüren, nämlich wenn man zu eben diesen Puzzles greift und sich an die Arbeit macht und bauarbeitergleich seine Cartoonbauwerke zusammensetzt.
Angeregt zu dieser Art von Bauzeichnungen wird er sicher ohne Frage auch durch die Stadt, in welcher der 1936 in Arles geborene Franzose heute lebt: Paris. Hauptstadt Frankreichs, in der Comics fester Bestandteil der Kultur sind und eine lange und nicht zuletzt auch erfolgreiche Tradition haben.
Und wo wir nun gerade schon in Frankreich und bei Nasen sind, gönnen wir uns doch nach vielen spannenden Puzzlestunden mit Motiven von Jean-Jacques Loup einen guten Schluck Roten und stoßen mit einem Trinkspruch aus der Dichterfeder des deutschen, aber nicht weniger humorvollen Heinz Erhardt auf wieder einmal sehr gelungene Puzzlemotive an:
„Die Nase ist mal voll mal leer, mal ist sie breit, mal spitz wie’n Pfeil, doch stets ist sie beim Menschen der hervorragendste Körperteil. Das sah man bei de Gaulle – zum Wohl!“ Und bei Jean-Jacques Loup sieht man es noch heute. Darauf einen Chardonnay.
Zu den Puzzles von Loup bei Welt-der-Puzzle.de
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